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Chronologie |
Entstehungszeitraum: | 18th cent. |
Grundlage Datierung: | Schätzung |
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Typologie |
Objektart (Einzelobj./Teil Baugr./Baugr.): | Teil einer Baugruppe |
Weitere Teile der Baugruppe: | WET939A, WET939B, WET948J |
Nutzung (Stufe 1): | Landwirtschaftliche Bauten |
Nutzungstyp (Stufe 2): | Waschhaus |
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Dokumentation |
Würdigung: | Zum Rebgut "Fährlileh" gehörendes Waschhaus, das als eingeschossiger Mauerbau mit Satteldach in Erscheinung tritt. Mit dem Wohnhaus von 1774 (Bauinventarobjekt WET939A) und der freistehenden Scheune von 1815 (Bauinventarobjekt WET939B) ergibt sich eine kompakte ländliche Gebäudegruppe in prominenter Aussichtslage am Wettinger Rebhang. |
Bau- und Nutzungsgeschichte: | Der Name "Fährlileh" bezieht sich auf ein ehemaliges landwirtschaftliches Gut, welches das Benediktinerinnenstift Fahr von den Zisterziensern in Wettingen zu Lehen hatten [1]. Ursprünglich durch einen Meier bestellt, erlebte der Hof im 16. Jh. mehrere Besitzerwechsel, ehe er 1631 von Junker Johann Ludwig von Angeloch aus Baden, dem Bruder einer Fahrer Konventualin, an das Frauenkloster gelangte. Damals umfasste der Besitz 10 Jucharten Rebland und 6 Mannwerk Wiesen. Durch Zusatzkäufe der Priorin erfuhr er in der Folge eine kontinuierliche Vergrösserung. Im Unterschied zum "Frauenthaler Hof" (Bauinventarobjekt WET924, 925) und zum "Murihof" (Bauinventarobjekt WET931) zählte das "Fährlileh" seit jeher nur ein einziges bewohnbares Gebäude, in dem aber drei heizbare Stuben – für die Familie des Lehnsmanns und für die bei der Weinlese anwesenden Klosterfrauen – eingerichtet waren. 1774 liess Priorin Gertrud Schernberg anstelle des strohgedeckten Vorgängerbaus ein neues Wohnhaus errichten (Vers.-Nr. 11). 1815 kam eine freistehende Scheune hinzu (Vers-Nr. 12). Das zugehörige Waschhaus (Vers.-Nr. 13) dürfte aus dem 18. oder frühen 19. Jh. stammen. |
Beschreibung: | Die Gebäudegruppe "Fährlileh" befindet sich hoch über dem Dorf in der Lägernhalde, umgeben von Rebbergen und Wiesland und überragt von einer eindrücklichen Waldkulisse. Östlich des Wohnhauses steht hart an der Mooshaldenstrasse ein eingeschossiges, massiv gemauertes Waschhaus unter geknicktem, nur knapp vorspringendem Satteldach. Der nur spärlich durch einzelne Fenster belichtete Kleinbau bildet ein wichtiges Gestaltungselement der parkartigen, mit Grünflächen, Sträuchern und hohen Bäumen bestockten Gartenanlage. |
Anmerkungen: | [1] Zur Geschichte des "Fährlileh" vgl. Brüschweiler/Kottmann/Senft/Oettli 1978, S. 247-249; Hoegger 1995, S. 213. |
Erwähnung in anderen Inventaren: | - Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS), lokale Bedeutung. |
Literatur: | - Peter Hoegger, Die Kunstdenkmäler des Kantons Aargau, Bd. 7: Der Bezirk Baden II, Basel 1995, S. 213. - Roman Brüschweiler/Anton Kottmann/Fritz Senft/Max Oettli, Geschichte der Gemeinde Wettingen, Wettingen 1978. |
Quellen: | - Kantonale Denkmalpflege Aargau: Bauernhausforschung Aargau, Kurzinventar, Wettingen II-24/18. |
Reproduktionsbestimmungen: | © Kantonale Denkmalpflege Aargau |
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URL for this unit of description |
URL: | http://www.ag.ch/denkmalpflege/suche/detail.aspx?ID=127757 |
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