Staatsarchiv

Das Staatsarchiv Aargau ist das zentrale Archiv des Kantons und seiner Rechtsvorgänger. Es sammelt das archivalische Kulturgut des Kantons und sorgt für die fachgerechte Aufbewahrung, Erschliessung und Vermittlung. Das Staatsarchiv ist öffentlich und für alle Interessierten innerhalb der Öffnungszeiten zugänglich.
Durch die dauerhafte Dokumentation von amtlichen Dokumenten macht das Staatsarchiv staatliches Handeln nachvollziehbar. Es dient der Rechtsstaatlichkeit, schafft Transparenz gegenüber der Bevölkerung und ermöglicht wissenschaftliche Forschung.
Seine Bestände reichen vom Hochmittelalter bis in die Gegenwart. Neben wertvollen Urkunden und Zeugnissen vormoderner Herrschaftsfixierung bewahrt das Staatsarchiv die systematische Dokumentation der Verwaltungstätigkeit seit der Kantonsgründung 1803. Seine Kernbestände ergänzt es durch Archive privater Herkunft, die von öffentlichem Interesse sind.
Als Kompetenzzentrum für Archivwesen berät und unterstützt das Staatsarchiv die kantonalen Verwaltungseinheiten sowie archivpflichtige öffentliche Organe in Fragen der Aktenführung und der Archivierung.
Schauvitrine
Archivgut ist Kulturgut. Bibliothek und Archiv Aargau sammelt, erschliesst und vermittelt das schriftliche und audiovisuelle Kulturerbe des Aargaus. Ausgewählte Schaustücke veranschaulichen die spannungsreiche Kantonsgeschichte.

Titel | Inventur und Bilanz der Firma Hollweg & Laué |
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Beschreibung | Papier, Original; Der Kaufmann Christian Friedrich Laué (1740–1813) reiste zunächst für die Indiennedruckerei De Luze in Neuchâtel, war Teilhaber des Kommissionsgeschäfts Hollweg & Laué in Frankfurt a/Main für Indiennedruck und richtete 1781 eine Indiennedruckerei in Wildegg ein. Der Geschäftsnachlass von Laué & Co. ist das älteste Firmenarchiv im Staatsarchiv und zugleich Zeugnis für die Frühindustrialisierung im Aargau. Es umfasst hauptsächlich Geschäftskorrespondenz, jahrgangweise gebündelt, mit Kunden, Geschäftsinhabern, Teilhabern und Vertretern aus der Zeit 1774–1813 (vereinzelt bis 1873), sodann Rezeptbücher für die Indiennedruckerei, Warenverzeichnis mit Preisliste und Inventare. Die Bilanz von 1780 zeigt den weiträumigen Geschäfts- und Handelskreis des Hauses Frankfurt, mit Debitoren u. a. in Anvers, Gent, Mailand, Augsburg, Lenzburg (Hünerwadel, Indiennefabrikant), Herisau, Lugano und Turin sowie Gläubigern in Strassburg, Neuchâtel, London, Zürich, Amsterdam, Marseille, Kassel, Lenzburg (Hünerwadel und Halder) etc. |
Bildnachweis / Copyright | Signatur NL.A-0105/0014, S. 48/49 © Kanton Aargau, Staatsarchiv |
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- Bundesgesetz über den Schutz der Kulturgüter bei bewaffneten Konflikten (SR 520.3)
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- Gesetz über den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz im Kanton Aargau (SAR 515.200)