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Energie

Energieversorgung im Aargau

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Die Produktion von Energie ist für die Wirtschaft und Privathaushalte im Aargau entscheidend, erfordert aber einen grossen Einsatz von Rohstoffen. Erneuerbare Energien stellen einen entscheidenden Hebel dar, um eine sichere und zukunftsweisende Energieversorgung im Aargau zu gewährleisten.

Die Energieversorgung im Aargau erfolgt zu rund zwei Dritteln aus fossilen Energieträgern (Öl und Gas) und zu einem Drittel durch Elektrizität. Bei der Elektrizität ist die Wasserkraft nach der Kernkraft die mit Abstand wichtigste Energiequelle.

Der Kanton Aargau verfügt über 25 grosse und mittlere Wasserkraftwerke, welche rund 3 Terawattstunden pro Jahr an Elektrizität produzieren. Damit liegt der Aargau hinter den Kantonen Wallis, Graubünden und Tessin zusammen mit Bern an vierter Stelle. Die Produktion deckt rund 70 Prozent des Aargauer Verbrauchs an elektrischer Energie ab. Die Industrie, Gewerbe- und Dienstleistungsunternehmen sind mit fast 55% Hauptstromnutzer in der Schweiz. Haushalte verbrauchen rund ein Drittel des Stroms. Auch der Verkehr, inkl. der Elektromobilität, benötigt immer mehr Strom und schlägt mit 8.8% des Schweizer Stroms zu Buche. Im Zuge der Dekarbonisierung der Mobilität wird der Strombedarf steigen. Die Elektrifizierung des Strassen-, Güter- und Schienenverkehrs ist eine zentrale Stellschraube, um das Ziel Netto-Null bis 2050 zu erreichen.

Der Stromendverbrauch im Kanton Aargau beträgt 15 Terawattstunden (TWh) pro Jahr. Das entspricht etwa einem Viertel des Verbrauchs der Schweiz. Ein durchschnittlicher 4-Personen-Haushalt verbraucht rund 4'500 kWh pro Jahr. Rund ein Drittel des Aargauer Elektrizitätsbedarfs benötigen knapp 500 Unternehmen. Per Gesetz gilt ein Unternehmen ab 500 MWh Elektrizitätsbedarf als Grossverbraucher. Die Versorgung an Elektrizität ist im Aargau entscheidend, um auch in Zukunft den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Aargau weiter ausbauen zu können.

Der Stromverbrauch wird bis 2050 in der Schweiz durch den steigenden Bedarf an Elektrizität aufgrund der Mobilität, Wärme und Industrie von 56 TWh auf ca. 80 bis 90 TWh pro Jahr ansteigen. Unter anderem Dank effizienterer Technologien ist jedoch mit einer zukünftigen Reduktion des Endenergieverbrauches zu rechnen.

Die langfristige Ausrichtung der Energiepolitik des Kantons und einzelne Strategien sind in der Energieplanung energieAARGAU (PDF, 3,1 MB) aufgezeigt.

Die vier Hauptausrichtungen sind:

  • Energieverbrauch senken
  • Stromverbrauch senken
  • Erneuerbare Stromproduktion
  • Versorgungssicherheit

energieAARGAU wurde vom Grossen Rat des Kantons Aargau am 2. Juni 2015 verabschiedet. energieAARGAU soll als Richtschnur für die Energiepolitik unseres Kantons für die nächsten zehn Jahre dienen.

Die Schweiz verfügt über ein gutes Stromnetz

Das Stromnetz in der Schweiz zeichnet sich durch seine Zuverlässigkeit aus. Mehr als 600 Netzbetreiber arbeiten daran, die Netzstabilität rund um die Uhr zu gewährleisten, damit jederzeit und überall sicher Strom bezogen werden kann.

Die Gesamtlänge des Schweizer Stromnetzes beträgt 250’000 Kilometer. Um diese Dimension greifbar zu machen: Das ist etwa das Sechsfache des Erdumfangs. Diese Infrastruktur ist entscheidend, um Energie effizient von den Erzeugungsstätten zu den Verbraucherinnen und Verbrauchern und zu transportieren.

90 Prozent unserer Stromleitungen sind für eine Spannung von unter 36 Kilovolt (kV) ausgelegt und liegen grösstenteils unsichtbar unter der Erde. Diese unterirdischen Leitungen sind weniger anfällig für Wettereinflüsse und andere externe Störungen.

Im Gegensatz dazu sind die Leitungen des Übertragungsnetzes, die zur höchsten Netzebene gehören, hauptsächlich als Freileitungen ausgeführt. Diese oberirdischen Leitungen sind aufgrund ihrer Höhe und Exposition besonders konzipiert, um grosse Mengen an Elektrizität über weite Strecken zu transportieren.

Räumliche Übersicht über das Schweizer Stromnetz